Foka 4 – Klassiksegler in Scale-Bauweise

Foka 4 wurde 1960 von den polnischen Ing. W. Okarmus und P. Mynarski entwickelt und wurde in der letzten VersionFoka - Diagonalansicht auf Asphalt links ab 1961 gebaut. Der Erstflug fand 1962 statt. Durch die zahreichen Veränderungen seit dem Erstfug 1960 konnte die Leistung bis auf eine Gleitzahl von 34:1 verbessert werden! In der Standardklasse (15 m Spannweite) konnte sich die Foka gegen andere Segelflug-
zeuge in zahreichen internationalen Wettberwerben durchsetzen. Den größten Erfolg erzielte aber die Foka 4 bei der Weltmeisterschaft 1965 in England, dort ging die Foka 4 in der offenen Klasse an den Start und gewann! Solch ein Unterschied in der Leistung ist heute nicht mehr denkbar. Von der Foka 4 wurden ca. 200 Stück gebaut, was alleine schon für sich spricht. Ohne Neid muss man hier anerkennen, dass nicht nur deutsche Hersteller Segelflugzeuge bauen können.

Zum Modell: Die Foka 4 entstand Ende 1970 als eine KontruktionFoka - Cockpitansicht von oben auf Asphalt von Fritz Zeh aus Kornwestheim,  zu einem Zeitpunkt wo sich Jürgen Schmierer noch mit den bautechnischen Schwierigkeiten eines Graupner Mosquito auseinandersetzte. Die Foka 4 hatte damals das 18 % Orginalprofil und Styro-Balsa-Flächen. Das Fluggewicht betrug 4 kg, aber trotz der ihres Schwergewichts hatte sie recht gute Flugeigenschaften. Leistung pur in der Thermik und toll am Hang. Jedoch war die Foka 4 nach heutigen Maßstäben etwas giftig im Langsamflug. Es war 2006, als mir Fritz einen Rumpf der Foka überließ, mit der Auflage eine Foka 4  in Voll-GFK zu erhalten. Leider hat er die Fertigstellung nicht mehr erlebt, aber mit jeder Foka 4 fliegt ein Stück von ihm durch die Luft und zeigt so machem Modellbauer die einzigartige Eleganz und Leistung dieses Seglers. Fritz , danke dafür! Deine große Foka 4 mit 4.500 mm folgt wie versprochen auch noch.. dann der Comet.. die Alten vom Heiner werden da schauen.

Die neue Foka 4 hat das HQ 2,5/12 erhalten, bedingt durchFoka Scale-Segler - orangefarben in Vollansicht dieses Profil und das niedrige Fluggewicht von ca. 3.200 g hat das Modell jetzt wirklich eine tolles Leistungsspektrum. Vom Hang, Kunstflug bis zum endlosen Kurbeln in der Thermik ist alles drin. Der Rumpf und die Flächen sind in Voll-GFK-Bauweise hergestellt, Haube fertig gebaut und angeschlagen, Rad liegt bei. Die Foka 4 kommt fertig aus der Form lackiert. Eine wahre Augenweide für Modellflugenthusiasten.

Wie Fritz aber sagte, fliegen sollte man aber schon können. 😉
Nicht umsonst hat die Foka den begehrten FMT Adler im Segelflug  als Produkt des Jahres 2011 erhalten.

Wer also Segelflug betreibt, ich sage absichtlich nicht Modellfliegen, für den ist das Flugzeug eine wahre Bereicherung.
Textquelle: Martin Simons – Buchveröffentlichungen zu Segelflugzeugen

 

Testberichte Foka 4
Modell 8/2009
Aviator 9/09
Modellflieger Februar/März 2010
Videobeitrag zum Bericht aus dem DMFV Modellflieger-Magazin
FMT 3/2010
Preisverleihung FMT Adler 2011

Technische Daten:
• Spannweite 3.000 mm
• Länge 1.460 mm
• Spannweite HLW 595 mm
• Flächentiefe (Wurzel) 248 mm
• Flächentiefe (Randbogen) 76 mm
• Flächeninhalt 47,8 dm
• Fluggewicht ab 3,2 kg
• Servos Futuba 3150 … Graupner DES 448 … Hitech 125
• Schwerpunk 76 – 78 mm hinter der Nasenleiste

Preise:
• Preise GFK 575,– Euro
• D-Box 650,– Euro
• Fischer Flächentaschen + HLW Tasche (mit Vlies) 75,– Euro
• Haubenschutzbezug 25,– Euro